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Informationen für Ihren Urlaub in Andalusien
Allgemeines
Andalusien ist das „echte Spanien“, so wie es sich jeder vorstellt:
weiße Dörfer in Olivenhainen, Städte mit grandioser Architektur und
langen Traditionen, Badeorte voller Leben und herrliche Bergregionen
zum Wandern. Es ist Heimat des rassigen Flamencos, der wilden
Stierkämpfe und des süßen Sherrys. Der Urlauber bekommt alles, was er
begehrt: über 300 Sonnentage im Jahr, Kunst, Kultur, Wein und Natur
pur. Das über 87.000 qkm große und südlichste Gebiet Spaniens mit einem
Drittel aller spanischen Küsten wird durchzogen vom Fluss Guadalquivir.
Es ist landschaftlich geprägt durch die "Betische Gebirgskette" und die
"Sierra Morena". In Andalusien wohnen über 7 Millionen Menschen in 760
Städten und Gemeinden. Hauptstadt ist Sevilla.
Geschichte
Das 3000 Jahre alte Andalusien bietet dem Spanien- Urlauber eine Menge
Kunst und Kultur durch seine wechselhafte Geschichte. Die Region liegt
am Scheidepunkt von zwei Kontinenten und zwei Meeren. Der Name stammt
aus der kurzen Zeit der Besiedlung durch die Vandalen (409-429 n. C.).
Davor besiedeln die Phönizier (900 v. C.), Griechen (600 v. C.) und die
Römer (3. Jhd. v. C.bis 4. Jhd. n. C.) das Land. Nach ihnen kamen die
Westgoten (5. bis 7. Jhd.) und schließlich die Araber (711 - 1492), die
die eindrucksvollsten Spuren in Form von maurischer Architektur in
Andalusien hinterlassen haben. Nach der Wiedereroberung (Reconquista)
durch die christlichen Spanier ist der Süden Spaniens Ausgangspunkt für
die Entdeckung und Eroberung der „Neuen Welt“ Es beginnt das „Goldene
Zeitalter“. So landete 1492 Columbus in Amerika. Spanien wird Weltmacht.
Größere Städte in Andalusien
Nicht nur der Sonne wegen ist ein Urlaub in Andalusien eine Wonne.
Gleichwohl bieten größere Städte und kleine Dörfer immer wieder
Überraschungen, sei es im Sinne der Architektur, Kunst und Malerei, des
Handwerks oder guter Küche und schöner Weine:
Sevilla
Die Hauptstadt Andalusiens ist eines der begehrtesten Reiseziele von Touristen aus aller Welt. Mehr zu Sevilla »
Málaga
Der Dreh- und Angelpunkt an der Costa del Sol ist reich an
bunten Marktreiben und berühmt für seinen süßen Wein. Seit kurzem
wartet die Geburtsstadt Picassos mit einem Museum zu seinen Ehren auf.
Malaga- Infos »
Cádiz
mit Sanlúcar de Barrameda (Cádiz) Die wohl älteste Stadt der
iberischen Halbbinsel befindet sich mit ihrer grandiosen Altstadt auf
einer ins Meer hineinragenden Landzunge. Typisches Getränk der
kleineren Stadt ist der Manzanilla, eine trockene Variante.
Granada
Berühmtestes Bauwerk von Granada ist die Alhambra. Die einstige
maurische Residenzstadt war ein vitales Handelszentrum. Heute ist sie
Universitätsstadt. Sie ist Ausgangspunkt für die Ausflüge in die Sierra
Nevada.
Córdoba
Diese Stadt steht für die Blütezeit der maurischen Hochkultur. Dafür
stehen noch einige Bauwerke, darunter die prachtvolle Moschee
Meszquina. In ihrem Inneren befindet sich kurioserweise eine Kathedrale.
Sehenswertes in Andalusien
Langeweile kommt in Andalusien nicht auf. Die muslimischen Herrscher
haben Spuren hinterlassen. Viele ihrer prächtigen, nunmehr jahrhunderte
alten Burgen und Festungen sind heute für Besucher geöffnet: Córdoba
(Mezquita), Granada (Alhambra) und Sevilla (Alcázar und Giralda).
In Sevilla warten drei große Museen auf wissbegierige Besucher. Das Museo de Bellas Artes die Gemäldegalerie
in einem ehemaligen Kloster wird nur vom Prado in Madrid übertroffen.
Es zeigt Bilder von Veláquz, El Greco, Ribera und anderen. Das riesige Museum Archivo de Indias La Lonja,
das der Entdeckung und Eroberung Amerikas gewidmet ist, zeigt die 400
Jahre lange Geschichte des spanischen Weltreichs. Freunde des
Stierkampfes finden im Stierkampfmuseum Mueso de la Maestranza
ausgestopfte Tiere und Hinterlassenschaften von Toreadors, den
Stierkämpfern. Das Gebäude wird im April die Zentrale der realen
Stierkämpfe in der Stadt.
Archeologische Schätze findet man in den Museen von Cádiz und Córdoba. In Málaga eröffnete erst kürzlich das drittgrößte Museum der Welt, welches nur Werke von Picasso präsentiert.
Flamenco ist der Tanz der Zigeuner, die im 15. Jahrhundert von
Indien nach Andalusien kamen. Es gibt so genannte Flamenco-Lokale in
Córdoba, Málaga, Cadiz und Almeria. In ihnen finden authentische Shows
statt. In Jerez da la Fronterra gibt es sogar einen Flamenco-Club.
Sanlúcar de Barrameda feiert die Feria di Flamenco jedes Jahr im Juli.
Attraktionen für Kinder sind meist mit Tieren verbunden. Der Zoo in Jerez
zeigt den iberischen Luchs, der nur sehr selten in freier Wildbahn zu
sehen ist. Es gibt hier auch weiße Tiger, rote Pandas und Ibisse. Im Sealife von Benalmádena können Kinder Haie, Waldrosse, Robben, Schildkröte und andere Meerestiere beobachten. Im selben Ort wartet der Tívoli World Themenpark mit Achterbahnen auf. Spaß ohne Ende bieten das Auatropic in Almunécar mit Achterbahnen namens Kamikaze, Ringwildbach und Schwarzlochkatarakt. Die 5 Millionen Jahre alten Höhlen von Nerja regen Fantasie und Spaß der Kinder durch poetische Namen und Lichteffekte an.
Sport und Freizeit in Andalusien
Sonnenstrände Küstenstreifen
Badelustige finden ausgedehnte Strände an den Küsten Andalusiens: Die Costa Almería mit ihrer Provinzhauptstadt Almería ist klimatisch
verwöhnt von der günstigen Lage am Meer. Sie ist eine attraktive Küste
für Ruhe suchende Urlauber. Die Costa del Sol und die Costa de la Luz sind überaus lange und bedeutende Küsten- und Tourismusgebiete im Süden Spaniens.
Sportmöglichkeiten
Segeln und Fischen
Segeln ist in Andalusien Hauptsport.
Tauchen und Surfen
Tauchen kann auch der ungeübte Urlauber im
Urlaubs- und Taucherparadies Tarifa. Vor der spanischen Küste Gibraltas
liegen unzählige Schiffe unten auf dem Meeresboden. Ebenso ist Tarifa
des bedeutendste Surferzentrum Spaniens.
Reiten
Das Land erweist sich als ausgemachtes Pferdeland. Es gibt unzählige Reitschulen und -wege.
Skigebiet
Hier liegt Europas südlichstes Skigebiet, in der Sierra
Nevada. Die Gegend eignet sich auch wunderbar zum Mountainbike-Fahren.
Wander- und Radrouten
Es wandert sich gut in Andalusien, denn es bietet Naturliebhabern eine
Menge Naturparks. Rund 20 Prozent des andalusischen Territoriums stehen
unter Naturschutz. Einige Parks entstanden erst in den letzten 5
Jahren. Zu ihnen gehören unter anderem der Coto de Donana, die
Korkeichenwälder des Parque Natural de los Alcornocales, die Sierra de
María, die Sierra de Cazorla, die Sierra Mágina und die Sierra del
Norte sowie die Sierra de Andújar. Die Berge der Sierra Almijara, der
Sierra Tejeda und der Sierra Alhama erstrecken ihr Profil inmitten der
Provinzen Málaga und Granada. Ausladende Wandertouren kann man von
diesen Städten aus gut organisieren. Kurze und lange Wanderrouten sind
ausgeschildert. Empfohlen: Wanderungen durch die Dörfer der südlichen
Tahá.
Küche und Wein
Speisen
Tapas, Schinken, Fisch, Oliven und Früchte
Der Andalusier ernährt sich mit jenem, was sein Land ihm bietet: In den
Bergen isst man kräftige Eintöpfe, Fleisch wie Kaninchen und besonders
Geflügel. Am Meer dominiert eine leichte Kost der Küsten wie Salate und
Fisch. Eine der Spezialitäten: Der Schinken von dunklen Iberischen
Schweinen (mit schwarzen Hufen), der "Serranoschinken". In Andalusien
wird später als bei uns zu Abend gegessen. Einheimische Restaurants
füllen sich erst nach 22 Uhr.
Andalusische Gerichte
Gazpacho
Diese kalte Suppe aus Tomaten, Gurken, Paprika,
Knoblauch, Essig, Öl, Semmelmehl und Salz ist wunderbar an
schwül-heißen Sommertagen
Tortilla
Dickes Kartoffelomlett, dass auch kalt hervorragend schmeckt.
Fischsuppen
In Andalusien werden sagenhafte Fischsuppen gezaubert mit
Sherry (sopa vina) oder mit Orangen in den Restaurants von Málaga.
Cadíz rühmt sich seines Fischeintopfes guisos marineros aus den besten
Fischen der Region.
Calameres
Frisch oder frittiert, sind die Tintenfischringe ein Genuss. Sie sind sehr zart und süß, solange sie frisch sind.
Rape
Seeteufel ist die beste Wahl, wenn man in Andalusien Fisch essen will. Gegrillt oder auf Tomatenbasis gedünstet.
Arroza a la Marinera
Die andalusische Version von paella, eine
Mischung aus Safranreis und Meeresbewohnern. Im Gegensatz zu Paella aus
Valencia ist sie ohne Fleisch.
Valle des los Pedroches
Weicher, weißer Schafskäse aus Córdoba, eingelegt in Ölivenöl und Kräutern.
Tocino de Cielo
Dieser duftende Vanillepudding wird von Nonnen in Jerez de la Frontera sowie in und um Cadíz gekocht.
Getränke
Andalusien und der Wein
Die bekanntesten Weißweine werden aus den Traubensorten Palomino Fino,
Pedro Ximénez oder Moscatél gekeltert. Sie stammen aus den
Anbaugebieten Montilla-Moríles (Córdoba) oder aus Condado de Huelva.
Hervorzuheben sind Málagas Süßweine und die fruchtigen Condado-Weine
aus Zalerma-Trauben.
Leichte, sehr fruchtige Rotweine werden in der Gegend Laujár
(Alpujarras von Almería) hergestellt. Spitzenrotweine haben in
Andalusien eher Seltenheitswert.
Sherry, Brandy und andere Getränke
Im Dreieck zwischen den Städten Jerez de la Frontera, Puerto de
Santa María und Sanlúcar de Barrameda wird der weltberühmte Sherry
hergestellt. In den Bodegas dieses so genannten Sherry-Dreiecks können
Urlauber besichtigen, wie Sherry ob als Fino, Amontillado, Oloroso,
Palo Cortado oder Cream entsteht. Er reift in traditionellen
Eichenfässern. Brandy wird in den Provinzen Cádiz, Córdoba und Huelva
gebraut. Anisliköre kommen vorrangig aus Montilla, weitere aus Sevilla
und Huelva.
Süßwaren
In der andalusischen Hauptstadt Sevilla stellen die Klöster San
Leandro, San Ines und Santa Paula Süßgebäck und andere Süßwaren her.
Sie werden direkt in den Klöstern verkauft. Renommiert sind die yemas
(Eigelbkonfekt) sowie die Marmeladen (auch aus Tomaten) aus dem Kloster
Santa Paula.
Einkaufsführer
Wer gern shoppt, für den ist Andalusien ein wahres
Einkaufsparadies: In fast allen größeren Städten und in ihrer Umgebung
finden sich
Keramik und Töpferwaren in (Granada, Sevilla,
Córdoba, Conil de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda (Cádiz), Aracena
(Huelva), Andújar (Jaén), Albox, Níjar (Almería);
Lederwaren, Stiefel und Reitutensilien in Ubrique, Prado del Rey (Cádiz);
Stiefel & Schuhe in Valverde del Camino (Huelva), Schuhe: Montoro (Córdoba),
Reitlederwaren in Jerez de la Frontera, Alcalá de los Gazules, Villamartin (Cádiz)
Silberschmuck in Córdoba
Stoffe und Teppiche in Arcos de la Frontera (Cádiz), Moguer (Huleva), Sevilla, Antequera, Estepona (Málaga)
Holzartikel und Möbel in Granada (Intarsienarbeiten), Ronda (Málaga),
Valverde del Camino, Galaroza, Zalamea la Real (Huelva) Gitarren
Granada, Córdoba, Marmolejo (Jaén), Algodonales (Cádiz)
Schmiedewaren in Cortegana (Huelva), Arcos de la Frontera (Cádiz), Estepona (Málaga)
Kleidung ist im Allgemeinen billiger als in Deutschland, gerade Kinderkleidung ist qualitativ gut und preiswert
Klima und Wetter in Andalusien
Die beste Reisezeit ist im Frühjahr (April bis Juni) wenn alles grünt
und blüht. Die Durchschnittstemperaturen im Juli und August liegen bei
36° Celsius, Höchsttemperaturen über 45 °C sind möglich. Die Sommertage
sind oft schwül. Im Hochsommer entsteht hohe UV-Belastung. In den
Wintermonaten liegen die Temperaturen bei angenehmen 17 Grad.
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Reiseführer - Tipp |
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