Wenn es ein Land in Europa gibt, das Urlaubsträume wahr
werden lässt, dann ist es Spanien. Der feine Sandstrand, ein
aufregendes gastronomisches Angebot und die beeindruckende Architektur
aus römischer Zeit ziehen Jahr für Jahr Tausende Touristen aus aller
Welt an. Den Reisenden bieten sich eine schier unendliche Vielfalt an
gelebten Traditionen und modernen Freizeitbetätigungen. Sei es nun der
umstrittene Stierkampf in Andalusien, volkstümliche
Feierlichkeiten zu jeder Jahreszeit, Kunst in Madrid und Barcelona,
Weine in kraftvollem Rot, alpine Skifahrten, lange Wander- und
Kanutouren oder eben „nur“ eine Sonnenliege am Strand, Spanien hält für jeden Geschmack Ideen bereit. Und daher ist
es ganz und gar nicht verwunderlich, dass das bezaubernde Land etwa gleich viele
Urlauber wie Einwohner zählt (40 Millionen zu 45 Millionen).
Spanien nimmt etwa 80 Prozent der Iberischen Halbinsel ein. Das Bild
seiner Landschaft zeigt so viele Facetten einem Regenbogen gleich: Die
grünen Weideflächen in
Galicien, die weiß bedeckten Gebirgszüge wie die
katalanischen Pyrenäen an der Grenze zu Frankreich oder hell- bis
dunkelblauen Küstenabschnitte des Mittelmeeres, goldener Sand, gerötete
Erde im Süden bis hin zu den dicht bewachsenen grünen Naturparks wer
durch Spanien reist, der geht auf geografische Entdeckungsreise. Davon
zeugen auch die geschützten Lebensräume für Flora und Fauna oder die
zwei Inselgruppen Kanaren und Balearen mit ihren geologischen Besonderheiten wie aktiven und inaktiven Vulkanen.
Insgesamt 4.000 Kilometer Küstenstreifen mit manchmal mehr als 300
Sonnentagen pro Jahr erfreuen sich größter Beliebtheit unter den
Touristen. Zu den begehrtesten gehören die
Costa Brava und die
Costa
Dorada im nördlichsten Teil der spanischen Mittelmeerküste. Zudem
kommen die
Costa Blanca um
Alicante oder die zum Teil sehr dicht
besiedelten Gebiete der
Costa del Sol in
Andalusien dazu. Einsamere
Strände gibt es noch an der spanischen Atlantikküste der
Costa de la
Luz oder der
Costa de Almeria. Auch laden Palmen gesäumte Strände auf
Mallorca,
Menora und
Ibiza zu Urlaub und Erholung ein.
Fünf große Bergketten durchziehen Spanien. Spanien ist ein sehr
gebirgiges Land und liegt im Durchschnitt rund 600 Meter über dem
Meeresspiegel. Die rund 400 km langen Pyrenäen erstrecken sich vom
Baskenland im Nordwesten bis zum Mittelmeer. Einige Gipfel erreichen
eine Höhe von über 3000 m. Das Landesinnere bildet ein riesiges, etwa
700 Meter hohes Hochplateau genannt die Meseta. Das Kantabrische
Gebirge, das Iberische Randgebirge und die Sierra Morena begrenzen es.
Jenseits der Sierra Morena liegt das Guadalquivir-Tal. Die Sierra
Nevada ist Teil der parallel zum Mittelmeer verlaufenden Betischen
Kordilleren. Sie weist den höchsten Berg des spanischen Festlandes auf,
den Mulhacén (3481 m). Die höchste Erhebung Spaniens ist jedoch auf
Teneriffa der Pico del Teide (3718 m). Der Landschaft entsprechend kann
man allerorts passende Sportart betreiben.
Und wer eher Lust auf wildes Leben, Tanzen, Shoppen, Flanieren und
buntes Treiben verspürt, der wird in den Großstädten des Landes nicht
enttäuscht werden. Nicht nur die Orte wie
Madrid,
Barcelona,
Sevilla,
Malaga, Cordoba,
Alicante,
Valencia bieten tausend kleine und große
Dinge in Sachen Kunst, Kultur und temperamentvollen Umgang mit der
Geschichte und Kunstwerke hinsichtlich Handwerk und Architektur. Selbst
im Hinterland der Küsten und in den Tälern feiern die Spanien gut und
gern ihre Feste. Geschätzt werden etwa 300 Feierlichkeiten pro Jahr.
Allen voran ist es wohl auch die spanische Lebensart und die glänzend
urbane spanische Küche, die für jeden Besucher eine willkommene
Abwechslung zum Alltag bereitstellen kann.